Dienst in der Brandung

Dienst in der Brandung

Gepäck

Eine kleine Übersicht, was Du mitbringen solltest und was nicht.

Einzupacken sind

Einsatzkleidung. Dabei solltest Du Dich ein wenig mit dem deutschen Wetter auseinander setzen: ein typischer Sommer hat sowohl langanhaltende Sonnenperioden, wie auch einige Regentage. Das von der DLRG-Materialstelle angebotene Wachpaket ist eine gute und günstige Grundlage um euch mit dem Nötigsten auszustatten. Allerdings sind auch Regenschutz und Wetterklamotten nicht nur in der Vor- und Nachsaison empfehlenswert, da auch bei "Schietwetter" Dienst an der Wasserkante versehen wird.

Badesachen in ausreichender Anzahl. Eine einzige Garnitur ist in jedem Fall zu wenig. Zu empfehlen sind wenigstens zwei weitere Badehosen / -anzüge zum Wechseln. Wer hat, ist auch mit einem Neoprenanzug gut beraten. Dieser schützt vor Auskühlung bei Bootsfahrten oder beim Einsatz mit dem Rettungsbrett oder Kayak.

Sonnenschutz in ausreichender Menge und Qualität. Es sollte nicht unterschätzt werden, daß die Sonne hier direkt an der See um einiges intensiver als auf dem Festland ist. Denk beim Thema "Sonnenschutz" auch an eine entsprechende Kopfbedeckung, eine vernünftige Sonnenbrille und eventuell sogar an Klamotten aus leichten, langen Stoff.
Nivea-Sonnencreme mit LSF 20 wird von der DLRG gestellt und brauch nicht mitgenommen werden.

Dokumente. Sowohl Deinen Einsatzbescheid (ehemals "grüner Schein"), den Rettungsschwimmpass mit dem gültigen Ret­tungs­schwimm­ab­zeichen Silber, den Erste-Hilfe-Nachweis (oder vergleichbarem Quali­fikations­nachweis) und wenn vorhanden, den Bootsführerschein müßt ihr dabei haben und vorzeigen.

Handtücher sind in ausreichender Zahl angeraten.

Bettwäsche wird nicht kostenlos gestellt.

Quabbenpaket

Um Dich und Deine Koffer etwas zu entlasten wird der Service eines sogn. „Quabbenpaketes" angeboten. In diesem befinden sich folgende Utensilien:

  • 1x Bettwäsche (Laken, Bettbezug und Kopfkissen)
  • 3x große Badetücher
  • 1x Handtuch
  • bei Bedarf: 1 Fön

Die Anschaffungs- und Reinigungsgebühr ist abhängig von dem Leihzeitraum:

  • 1. Woche: 5,00 Euro
  • 2. Woche: 4,00 Euro
  • ab der 3. Woche: 3,00 Euro

Fön pro Woche: 1,00 Euro

Nicht nötig sind

Esswaren. Jeder Rettungsschwimmer muß selber abschätzen, ob sich das zu tragende Mehrgewicht für das unwesentlich höhere Inselpreisniveau rechnet. Dieses tut es auf jeden Fall nicht mehr, wenn dadurch eine zusätzliche Tasche mitgenommen wird, die dann am Schalter der AG Ems kostenpflichtig aufgeben werden muß!
Auf Borkum gibt es inzwischen auch einen Discounter mit Festlandspreisen!

Flossen. Solltest Du nicht eine eher ausgefallene Schuhgröße haben, oder auf Deine eigenen Gummilatschen schwören, dann laß die Flossen zuhause. Die üblichen Größen sind vorhanden.

Einsatzstiefel gehören im Wasserrettungsdienst nicht zur persönlichen Schutzausrüstung.

Fahrräder können günstig ausgeliehen werden.

Das Wetter auf Borkum

"Auf Borkum ist alles anders" - ein hier weit verbreiteter, aber auch zutreffender Spruch, wenn es um das Wetter auf der Insel geht. Aus den Wettervorhersagen der üblichen Quellen zieht man auf Borkum keinen Nutzen, am ehesten noch aus dem Seewetterbericht. Auch kann sich aus einem prächtigen Sommertag binnen Minuten oder Stunden ein schmuddeliger Regentag entwickeln - oder eben auch andersherum. Langanhaltende Regenperioden sind hier ebenso unwahrscheinlich wie eine Hitzeperiode ohne einen Windzug. Zwei Zahlen aus dem Jahr 2008 zeigen dies sehr deutlich:
Das Messnetz vom Wetterdienst Meteomedia und seinen Partnern (u.a. dem Deutschen Wetterdienst) umfaßt über 950 Messstationen in ganz Deutschland verteilt. Borkum taucht in der Gesamtauswertung 2008 zwei mal auf den vorderen Plätzen auf:
Platz 17 bei der absoluten Anzahl der Sonnenscheinstunden, hier gibt es über 2000 an der Zahl und
Platz 15 mit durchschnittlich 27,5km/h bei der mittleren Jahreswindgeschwindigkeit.

Quelle: meteomedia / DWD / spiegel.de